Englisch: Lern- und Arbeitswerkzeuge
Auf dieser Seite stellen wir nützliche und wichtige Werkzeuge vor, die uns beim Erlernen und bei der täglichen Arbeit mit der englischen Sprache eine große Hilfe sind. Es handelt sich um eine Materialsammlung, die ständig ergänzt und bearbeitet wird.
Zu den Inhalten:
- Diagnostische Grammatiktests: Wo sind meine Lücken?
- Das Reguläre: die Grammatik
- Grammatikbücher zum Üben und Nachschlagen
- Das Irreguläre: Wörterbücher
- Wörterbücher zum Nachschlagen
Wichtiger Hinweis: Dies ist eine nichtkommerzielle Seite. Wir verlinken daher ausschließlich auf Quellen, die weitere Informationen zu den erwähnten Werkzeugen bereitstellen, und nicht auf Online-Shops oder Kaufangebote. Auch sogenannte Affiliate-Links verwenden wir nicht, da wir lediglich informieren wollen und keinerlei kommerzielle Interessen verfolgen. Bei der Auswahl der Werkzeuge handelt es sich um persönliche Präferenzen, die wir anderen sprachbegeisterten Englisch-Lernenden wärmstens empfehlen wollen.
Diagnostische Grammatiktests: Wo sind meine Lücken?

Um das eigene Sprachniveau effektiv zu verbessern, macht es Sinn, bei den individuellen Problemzonen anzusetzen – also jenen Bereichen des Wortschatzes (Vokabular) und der Grammatik (Wort- und Satzbau), bei deren Anwendung Schwierigkeiten bestehen.
Um diese Problemfälle zu ermitteln, gibt es sogenannte diagnostische Grammatiktests (placement tests, assessment tests). Das sind meist einfache Tests, die mittels sprachlicher Beispiele grammatische Kenntnisse abfragen und zu jeder Frage eine Mehrfachauswahl (multiple choice) anbieten. Dabei wird versucht, ein möglichst breites Spektrum an grammatischen Themen abzudecken. Vergleicht man seine Antworten dann mit dem Lösungsschlüssel (answer keys), so kann man ermitteln, in welchen Bereichen vermehrt Fehler auftauchen. Diese Problembereiche können dann gezielt nachbearbeitet werden.
Einige solcher Tests können interaktiv am Computer durchgeführt werden, z.B. der Oxford English Level Grammar Test. Wer es lieber auf Papier mag, der kann die Tests auch herunterladen (meist als PDFs) oder im Fachhandel in Form eines Buches kaufen. Hier bietet sich die Reihe Oxford Practice Grammar an, die kostenlos in drei Varianten für Einsteiger, fortgeschrittene Einsteiger und Fortgeschrittene erhältlich ist.
Wer nur ganz grob wissen möchte, welches Sprachniveau (z.B. A1 bis B2) sein Englisch hat, der kann sich auch mit einem vereinfachten Einstufungstest behelfen. Diese Tests werden meist kostenlos als interaktive Online-Version angeboten, so z.B. vom Klett-Verlag.
Wer sein Sprachniveau bzw. seine grammatischen Problemzonen kennt, der greift dann zu sogenannten Übungsgrammatiken, um diese gezielt zu bearbeiten. Übungsgrammatiken und Grammatiken, was ist der Unterschied? Wir fangen bei den Basics an.
Das Reguläre: die Grammatik
Kurz und knapp kann man sagen: Die meisten Äußerungen, die in einer Sprache regelbasiert gebildet werden können, entstammen der Grammatik dieser Sprache, also den Regeln dieser. Jeder Muttersprachler hat eine Form dieser Grammatik (das Wissen um diese Regeln) verinnerlicht und wendet sie täglich an. Das heißt aber nicht, dass er/sie sich dessen auch bewusst ist. Sprache wird intuitiv gebildet, wir müssen uns der Regeln nicht bewusst sein. Wer hingegen bewusst die Regeln einer Sprache zu Papier bringt, der beschreibt die Grammatik einer Sprache, z.B. in Form eines Buches.
Wir unterscheiden also zwei Typen von Grammatik: das (intuitive, ungeordnete) Wissen der Regeln einer Sprache gegenüber der (bewussten, systematischen) Aufzeichnung und Beschreibung dieses Wissens.
Bei der Aufzeichnung gibt es wiederum vorschreibende (präskriptive) und rein beschreibende (deskriptive) Werke. Erstere sagen: So (und nicht anders!) hast du zu sprechen; so spricht man richtig. Letztere sagen: So (oder auch anders) wird tatsächlich gesprochen (egal, wie “richtig” man das findet; eine Wertung findet hier bewusst nicht statt, da sie keinen Sinn ergibt).
Zu den vorschreibenden Grammatiken gehören insbesondere die traditionellen, klassischen Grammatikbücher. Aus linguistischer Perspektive hat sich die Einstellung dieser aber zum Glück in den letzten Jahrzehnten gewandelt, sodass sie mehr und mehr die Sprachwirklichkeit und sprachliche Variation anerkennen und nicht mit ausgestrecktem Zeigefinger arbeiten.
Im schulischen Kontext können solche (vorschreibenden) Grammatikbücher beim Erlernen einer Fremdsprache sehr dienlich sein, da sie die (komplexe) Sprachwirklichkeit mit Hilfe einfacher Regeln abbilden, die eine gute Orientierung bieten.
Grammatikbücher zum Üben und Nachschlagen
Bei den Grammatikbüchern kann man sogenannte Übungsgrammatiken (practice grammar) von Referenzgrammatiken (reference grammar) unterscheiden. Während Erstere grammatische Themen eher knapp darlegen und dann Übungen zum Vertiefen bereitstellen (praktisches Erlernen der Grammatik durch Üben), betrachten Letztere die Sprache weitaus genauer und beschreiben die vielen Facetten der sprachlich-grammatischen Unterschiede mit Hilfe von authentischen Beispielen (praktisches Erfahren der Grammatik durch systematische Betrachtung). Daneben gibt es natürlich auch hybride Formen, die sowohl Referenz- und Übungswerk in einem sind.

Eine ganz hervorragende Referenzgrammatik ist das Werk A Grammar of Present-Day English von Ungerer, Meier, Schäfer, Lechler (Klett Verlag), das vom Klett Verlag aber leider eingestellt worden und mittlerweile vergriffen ist (letzte Auflage aus dem Jahr 2013). Mit etwas Glück findet man noch ein Exemplar in diversen Gebrauchtbücherbörsen und modernen Antiquariaten.
Ein Klassiker (aber auch regelrechter Wälzer) unter den Referenzgrammatiken ist das Werk The Cambridge Grammar of the English Language von Huddleston, Pullum (Cambridge University Press). Wer es etwas kompakter mag, der wird mit Cambridge Grammar of English von Carter, McCarthy (ebenfalls Cambridge University Press) sicher glücklicher.
Eine der bekanntesten Übungsgrammatiken des Englischen ist English Grammar in Use von Murphy (Cambridge University Press), an der wohl kaum ein Anglistik- oder Amerikanistikstudent während seines Grundstudiums vorbeikommen dürfte. Für spätere Semester eignet sich dann das Werk Advanced Grammar in Use von Hewings (ebenfalls Cambridge University Press).
Das Irreguläre: Wörterbücher
Wer eine Fremdsprache wie das Englische sicher beherrschen möchte, der muss die Regeln der Sprache lernen. Regeln bedeutet hier: reguläre Muster, nach denen Neues, bisher nie Gesagtes produziert werden kann. Diese Regeln zum Aufbau von Wörtern und Sätzen finden sich, wie oben erläutert, in einer Grammatik(-beschreibung).
Daneben gibt es aber noch den großen Teil der Sprache, der irregulär ist. Dies sind Wörter und Phrasen, die als Ganzes auswendig gelernt werden müssen, weil sie kaum bis gar nicht starren Regeln oder Mustern folgen. Solche Ausdrücke werden mit Hilfe von Wörterbüchern erfasst und beschrieben.
Wörterbücher zum Nachschlagen

Ähnlich wie Grammatik(bücher) gibt es auch Wörterbücher mit unterschiedlichen Zielsetzungen. Für Lernende der englischen Sprache zunächst am interessantesten sind sogenannte learner’s dictionaries. Das sind einsprachige (monolingual) Wörterbücher, die den Wortschatz so aufbereiten, dass er für Lernende besonders gut erfassbar ist. Bekannte Vertreter hier sind das Oxford Advanced Learner’s Dictionary sowie das Longman Dictionary of Contemporary English. Beide gibt es natürlich auch in einer Online-Ausgabe (hier bzw. hier) sowie als App für Mobilgeräte und stationäre Computer.
Ein Wörterbuch, das sich insbesondere der authentischen, populären, gesprochenen Sprache (auch unter jüngeren Sprechern) verschrieben hat, ist das Urban Dictionary, das es neben einer Online-Ausgabe auch in verschiedenen (wenn auch schnell veralteten) Print-Versionen gibt, z.B. hier. Die Online-Version wird in großen Teilen durch eine Community an Nutzern generiert, ist also nicht (wie traditionelle Wörterbücher) redaktionell bzw. lexikographisch aufbereitet. Wer insbesondere Jugendliteratur, Young Adult oder dergleichen liest, oder in den Socials und Podcasts unterwegs ist, der wird von den Community-moderierten Inhalten sicher begeistert sein. So aktuell und “nah dran” an der gesprochenen Sprache (gerade der Jugend) ist kein gedrucktes Wörterbuch.
Wer nicht gerne in mehreren Apps oder Computeranwendungen nach Wörtern sucht, der kann auch eine universelle Wörterbuch-Anwendung nutzen und diese (falls verfügbar) mit Wörterbüchern bestücken, die offenen bzw. etablierten Dateistandards folgen. So hat man seine Wörterbuchbibliothek stets in einer App griffbereit. Die wohl beliebteste universelle Wörterbuch-Anwendung ist das sogenannte GoldenDict, das als neue Ausgabe GoldenDict NG für verschiedene Plattformen kostenlos zum Download angeboten wird. Zu beachten gilt es hier, dass die Anwendung selbst zunächst ohne Wörterbücher installiert wird. Die Wörterbücher können dann nachträglich aus den gewünschten Quellen heruntergeladen und ergänzt werden. Eine Version für Android-Smartphones gibt es ebenfalls, sie heißt GoldenDict Mobile und ist hier erhältlich. Die notwendige Lizenzdatei für die Freischaltung der App kann kostenlos beim Hersteller angefordert werden, nachdem die Software nun nicht mehr kommerziell vertrieben wird. (Vielen Dank, lieber Hersteller!)
Achtung: Wie immer gilt es, die Quellen der Wörterbücher zu prüfen. Es gibt sehr viele gemeinfreie Wörterbücher (z.B. über das FreeDict Projekt), die problemlos verwendet werden können. Dubiose Quellen bieten aber leider oft auch urheberrechtlich geschütztes Material an. Von der Verwendung dieser ist natürlich abzuraten, wenn man nicht über die notwendige Lizenzierung durch die Urheber und/oder Verlage verfügt.